Cutting and growing

Ableger und Vermehrung von Zimmerpflanzen

Je mehr Pflanzen, desto besser! Du kannst ganz einfach deinen eigenen Dschungel machen, indem du Ableger von deinen Pflanzen nimmst und diese wachsen lässt. Ableger von Pflanzen zu nehmen ist in kompliziert ausgedrückt die „vegetative Vermehrung deiner Pflanzen“. Klingt echt kompliziert, aber im Grunde heißt ganz einfach, dass du neue Pflänzchen direkt von deiner „erwachsenen“ Pflanze wachsen lassen kannst. Wie genau du das machst hängt natürlich von der Pflanze ab, die du vermehren möchtest.

Du kannst deine Pflanzen endlos vermehren und jeden leeren Platz in deinem Zuhause mit einer Babypflanze füllen. Wenn du dich gut um sie kümmerst werden sie mit der Zeit zu großen Pflanzen heranwachsen. Stecklinge und Ableger sind nicht nur billig, sondern auch die perfekte Beschäftigung für die Pflanzen-Nerds unter uns.

Bist du bereit für das Steckling-Abenteuer? Hier erfährst du alles was du zum Thema Ableger, Stecklinge und Vermehrung von Pflanzen wissen musst, wie zum Beispiel was für verschiedene Formen von Vermehrung es gibt, welche Pflanzen du leicht vermehren kannst und was du alles brauchst, um Ableger zu machen.

Ableger und Stecklinge von Zimmerpflanzen

Es gibt viele verschiedene Wege, um deine Pflanzen zu vermehren. Hier erklären wir dir ein paar der wichtigsten Methoden.

Stecklinge

Um Stecklinge von deiner Pflanze zu machen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Generell kannst du Stecklinge vom Stamm/den Zweigen, den Wurzeln oder den Blättern machen. Hier erklären wir was du für jede der drei Varianten genau machen musst, um bald noch mehr Pflanzen zu haben.

Stecklinge vom Stamm

Stecklinge vom Stamm sind einer der einfachsten Wege, um deine Pflanze zu vermehren. Für einen Steckling schneidest du die Triebspitze (also das Ende) eines Triebs/Zweigs von der Mutterpflanze ab. Alternative kannst du auch Stecklinge von neuen Trieben nehmen, wenn deine Pflanze einen Seitentrieb macht. Das sind die jüngsten Teile einer Pflanze, also dort wo die neuesten Blätter sind. Die Stecklinge werden am besten durch einen geraden Schnitt, direkt über einem Blatt der Mutterpflanze, abgetrennt. Eine Abwandlung davon sind Stamm-Stecklinge. Dafür schneidest du nicht die Spitze eines Triebs ab, sondern den Stamm so nah wie möglich an der Erde.

Du solltest immer darauf achten, dass dein Steckling, je nach Pflanze, etwa 15cm lang ist. Als nächstes entfernst du die unteren Blätter des Stecklings, sodass etwa die Hälfte blattfrei ist. Ein Steckling kann direkt in Erde gepflanzt werden oder erst in Wasser gestellt werden, um Wurzeln zu bilden. Nach etwa 6 Wochen hat dein Steckling genug Wurzeln und du kannst ihn eintopfen.

Es gibt noch eine weitere Variante für Stecklinge, für die nicht die Triebspitze, sondern die mittleren Teile eines Triebs verwendet werden. Dafür schneidest du zum Beispiel einen langen Trieb ab und teilst diesen in Stücke, die etwa 4cm groß sind. Jedes der Stücke sollte mindestens ein Blatt haben und der Stamm unterhalb des Blatts sollte etwas länger sein als der Obere. Du kannst diese Stecklinge einfach eintopfen und ihnen einen Schluck Wasser geben. Wenn du ein Stück Frischhaltefolie auf den Topf machst, kreierst du das perfekte Klima für die Mini-Stecklinge. Jetzt kannst du dich zurücklehnen und ihnen beim wachsen zuschauen.

Ist deine Pflanze ein bisschen schwierig beim Wurzeln machen? Dann kannst du deinen Steckling „verletzen“, indem du ein paar kleine Einschnitte machst. Eine verletzte Pflanze macht schneller Wurzeln, weil sie sich entwickeln muss, um nicht zu sterben.

Stecklinge von den Wurzeln

Diese Methode wird oft verwendet, um Gartenpflanzen zu vermehren, kann aber auch für Zimmerpflanzen verwendet werden. Dafür suchst du eine starke und gesunde Spenderpflanze aus und legst ihre Wurzeln frei. Dann schneidest du zwei Wurzeln direkt unter dem Anfang des Wurzelballens ab und stellst die Pflanze direkt zurück in den Topf. Die abgetrennten Wurzeln schneidest du dann in Stücke, die mindestens 5cm lang sind und pflanzt sie aufrechtstehend in frische Erde. Stell sicher, dass die Wurzeln nicht aus der Erde herausragen. Gib ihnen etwas Zeit und im Handumdrehen hast du kleine Babypflanzen, die aus den Wurzeln wachsen.

Stecklinge von den Blättern

Es gibt verschiedene Methoden, um Stecklinge von den Blättern zu machen. Welche davon am geeignetsten ist, hängt von der Pflanze ab. In jedem Fall ist das Blatt der Ausgangpunkt für den Steckling. Das Blatt wird neue Wurzeln machen und dann kann sich auch das Baby Pflänzchen entwickeln. Die drei Methoden für Stecklinge von den Blättern sind:

  1. Steckling mit Babypflanze am Blatt

Diese Art von Steckling ist ganz natürlich und die Pflanze macht ihn von ganz allein. An einer Blattachse entwickelt sich ein kleines Blatt, das allmählich zu einer Mini-Pflanze heranwächst. Wenn das kleine Pflänzchen groß genug ist, um selbst zu überleben fällt es einfach von der Mutterpflanze ab und entwickelt sich in der Erde weiter. Und ratz fatz hast du eine neue, eigenständige Pflanze.

  1. Steckling mit ganzem Blatt und Stiel

Die einfachste Art von Blatt-Stecklingen. Schneide ein Blatt mit etwa 5cm Stamm mit einem scharfen Messer ab und pflanze es in einen Topf mit Anzuchterde. Der Steckling sollte leicht geneigt eingetopft werden und der Stamm unbedingt mit Erde bedeckt sein. Das Blatt ragt ein bisschen aus der Erde. Pass auf das Blatt auf und versuche es so wenig wie möglich zu beschädigen.

  1. Steckling aus einem Teil des Blatts

Diese Art von Stecklingen wird oft für Pflanzen mit schönen, großen Blättern verwendet. Hierfür nimmst du einfach ein gesundes, unbeschadetes, vollentwickeltes Blatt von deiner Pflanze. Leg das Blatt mit der Oberseite (die Seite, die auch an der Pflanze oben war) nach oben auf ein Schneidebrett und schneide die Ränder ab. Schneide anschließend das Blatt in kleine, etwas 2x2cm große Stücke und leg sie mit der Oberseite nach oben auf Anzuchterde in einen Topf. Gib ihnen etwas Wasser und nach etwa eineinhalb bis zwei Monaten wirst du kleine Stecklinge wachsen sehen. Tipp: du kannst eine Glasplatte auf den Topf legen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Das mögen die Stecklinge besonders gerne.

Ableger

Um Ableger von deiner Pflanze zu machen, gibt es drei häufig angewandte Varianten. Die Teilung, den Sprössling und einen Ableger heranziehen.

Teilung

Wenn deine Pflanze aus mehreren Stämmen besteht, kannst du diese einfach teilen. Das klingt ein bisschen angsteinflößend, ist aber ganz einfach. Und natürlich sind wir für dich da und erklären genau wie das geht. Wenn deine Pflanze langsam zu groß für ihren Topf wird oder du sowieso vorhast sie umzutopfen ist das der perfekte Zeitpunkt, um sie zu teilen.

Am besten gibst du ihr am Tag davor noch einen Schluck Wasser, dass sie die ganze Prozedur besser übersteht. Jetzt kanns losgehen: um deine Pflanze zu teilen nimmst du sie zuerst aus ihrem Topf und versuchst so viel Erde wie möglich loszuwerden. Als nächstes entwirrst du die Wurzeln so gut wie möglich, dass du sehen kannst welche Wurzeln zu welchem Stamm gehören. Dann teilst du deine Pflanze vorsichtig von der Mitte aus in zwei (oder mehr) Stücke. Auch die Wurzeln ziehst du dabei vorsichtig auseinander. Wenn das nicht möglich ist kannst du auch ein scharfes Messer nehmen und den Rest der Wurzeln vorsichtig auseinanderschneiden. Wenn das geschafft ist, pflanzt du die beiden Teile in Töpfe mit neuer Erde und gibst ihnen einen Schluck Wasser.

Manchmal sehen die Pflanzen nach dem Teilen etwas traurig aus. Mach dir aber keine Sorgen, normalerweise müssen sich nur die Wurzeln von den Strapazen erholen. Gib ihnen einfach ein wenig Zeit und in null Komma nichts hast du zwei wunderschöne neue Pflanzen.

Ableger (Sprössling)

Manche deine Pflanzen machen von alleine Babys. Diese werden Ableger oder Sprösslinge genannt. Manchmal sind die Babys schon richtige kleine Pflänzchen, mit Wurzeln und allem. Diese Babys kannst du natürlich in ihre eigenen Töpfe pflanzen. Sei dabei ganz vorsichtig, dass du das empfindliche Baby und die noch empfindlicheren Wurzeln so wenig wie möglich beschädigst.

Generell gibt es verschiedene Formen von Ablegern. Manche wachsen unterirdisch am Stamm der Mutterpflanze und strecken irgendwann einfach ihr Köpfchen aus der Erde. Andere wachsen überirdisch an Trieben der Mutterpflanze. Egal um welche der beiden es sich handelt, du kannst sie vorsichtig mit einem scharfen, sauberen Messer abtrennen. Bei der unterirdischen Variante musst du erst ein bisschen „graben“ und schneidest die Babys dann so nah am Stamm der Mutterpflanze ab wie möglich.

Dann pflanzt du die Babys einfach in einen Topf mit Anzuchterde und gibst ihnen einen Schluck Wasser. Anfangs solltest du sie von oben gießen, aber später kannst du sie auch von unten gießen, dass die Wurzeln angeregt werden sich nach unten in den Topf auszubreiten.

Ableger heranziehen

Dir selbst einen Ableger heranzuziehen, den du dann von der Mutterpflanze entfernst, ist ganz einfach. Um dir einen Ableger heranzuziehen nimmst du eine Luftwurzel deiner Pflanze und führst sie vorsichtig Richtung Erde. Wenn die Luftwurzel die Erde für eine Weile berührt, merkt sie, dass sie eine wertvolle Nährstoffquelle gefunden hat und wird anfangen mehr Wurzeln zu machen, um die Nährstoffe zu nutzen. Nach etwa einem Monat hat dein neuer Ableger genug neue Wurzeln gemacht und du kannst ihn von der Mutterpflanze (dem Rest der Pflanze) abschneiden und eintopfen. Jetzt ist er überlebensfähig und wird zu einer wunderschönen, selbstständigen Pflanze heranwachsen.

Cuttings 1.webp

Was brauchst du, um einen Steckling oder Ableger zu machen?

Wenn du Ableger oder Stecklinge machen willst, ist es am besten das im Frühling, zu Beginn der neuen Wachstumsphase, zu machen. Zu der Zeit gibt es auch ausreichend Sonnenlicht und die Temperaturen sind schön warm. In den folgenden Monaten bekommt deine Pflanze die Chance zu wachsen und gedeihen. Während der Wintermonate gibt es einfach nicht genug Licht, um gut zu wachsen und außerdem kann es durch die Heizungsluft in deinem Zuhause zu trocken sein. Deshalb ist es besser in den Herbst- und Wintermonaten keine Stecklinge zu machen. Für Stecklinge gibt es spezielle Anzuchterde, die etwas feiner als normale Blumenerde ist, dass die neuen feinen Wurzeln von deiner Babypflanze ungestört wachsen können. Sie enthält auch weniger Nährstoffe, weil diese zu aggressiv für die Pflänzchen sind. Neben Anzuchterde eigenen sich auch Moos, Perlit oder einfach Wasser sehr gut, um die Stecklinge großzuziehen. Weil die Stecklinge meistens noch keine Wurzeln haben müssen sie nämlich schön feucht gehalten werden. Dafür kannst du sie auch unter eine Folie mit Löchern oder in eine Plastiktüte (als Minigewächshaus) oder ein Gewächshaus geben, damit nur wenig Wasser verdampft. Wenn die Erde oder das Substrat der Stecklinge zu trocken wird kannst du sie mit einer Sprühflasche mit Wasser besprühen. Nach einer Weile, wenn die Wurzeln etwa 8cm lang sind, kannst du deine Stecklinge in Töpfe mit normaler, nährstoffreicher Erde umtopfen. Du kannst auch Wurzelpulver benutzen, damit wachsen die Wurzeln schneller.

Für deine Stecklinge kannst du außerdem viele praktische Werkzeuge benutzen, die wir in unserem Shop verkaufen.

  • Stecklingsboden oder eines der anderen Substrate,
  • Gartenschere;
  • Gießanzeiger;
  • Licht;
  • Gießkanne;
  • Pflanzensprüher;
  • Moosstock oder Pflanzendrahtgestell;
  • Terrakottatöpfe mit Untersetzer

Tipps für Stecklinge und Ableger

Das Wichtigste, wenn du deine Pflanzen schneidest, um sie zu vermehren, sind die Basics! Für die meisten Pflanzen ist die beste Zeit, um sie zu vermehren im Frühling. Denn dann gibt es genug Licht und Wärme für die Stecklinge, um Wurzeln zu machen und zu wachsen. Hast du ein Gewächshaus oder ein grow light? Dann kannst du deine Pflanze auch in der kalten Jahreszeit vermehren.

Bevor du Stecklinge von deiner Pflanze machst, ist es außerdem wichtig, dass die Mutterpflanze kräftig und gesund ist. Das erleichtert das Anwachsen der Stecklinge. Stelle immer sicher, dass deine Werkzeuge sauber sind, wenn du Stecklinge machst: So verhinderst du, dass Krankheiten, Pilze oder Bakterien von anderen Pflanzen auf den neuen Steckling übertragen werden.

Du hast noch keine Erfahrung mit Stecklingen? Dann fang mit einer Pflanze an, von der du leicht Stecklinge nehmen kannst!

Einfache Pflanzen für Stecklinge

Von manchen Pflanzen ist es schwieriger, Stecklinge zu nehmen als von anderen. Die meisten beliebten Pflanzen lassen sich ganz einfach vermehren, damit du dein Haus in einen grünen Dschungel verwandeln oder jemand anderem eine Freude machen kannst. Willst du mit einer einfachen Pflanze beginnen, die schnell wächst und leicht Wurzeln bildet, oder hast du eine der folgenden Schönheiten im Haus? Dann würden wir dir gerne bei deinem Steckling-Abenteuer helfen!

Monstera Stecklinge

Von einer Monstera kann man super leicht Stecklinge nehmen. Monsteras bilden Luftwurzeln. Je nach Art sind das (lange) Wurzeln, die an den Stämmen der Pflanze wachsen. Um Stecklinge von einer Monstera zu machen, brauchst du ein Blatt, ein Stück Stängel und eine Luftwurzel. Schneide einfach etwa 2 cm unterhalb der Luftwurzel. Benutze unbedingt eine scharfe Schere oder ein Messer.

Jetzt, wo du deinen Steckling abgeschnitten hast, kannst du ihn einpflanzen! Du kannst den Steckling entweder in Wasser stellen oder direkt in die Erde pflanzen. Fülle eine Vase mit lauwarmem Wasser und stell den Steckling hinein. Wechsel das Wasser ab und zu, wenn es anfängt, trüb zu werden. Das Schöne daran, den Steckling im Wasser wurzeln zu lassen ist, dass du die Entwicklung der Wurzeln im Auge behalten kannst. Siehst du, dass die Wurzeln gut wachsen? Dann ist es nach einer Weile an der Zeit, den Steckling in die Erde zu pflanzen. Denk daran, dass dein Pflänzchen die ganze Zeit im Wasser gestanden ist und sich an ihre Wurzeln erst an die Erde gewöhnen müssen. Achte darauf die Erde in den ersten Wochen schön feucht zu halten und dein Pflänzchen wird gut wachsen.

Du kannst deinen Steckling auch direkt in Blumenerde oder Anzuchterde setzen. Füll einen Topf mit Erde und achte darauf, dass sie etwas feucht ist. Drücke deinen Finger in die Erde und mach ein Loch, in das dein Steckling perfekt hineinpasst. Setze deinen Steckling fest in die Erde und gib ihm in der nächsten Zeit besonders viel Liebe und Aufmerksamkeit. Auf diese Weise wird der Steckling zu einer wunderschönen Monstera heranwachsen!

Pilea Ableger

Die Pilea, die auch als Pfannkuchen-Pflanze oder Ufopflanze (oder chinesischer Geldbaum) bekannt ist, ist kaum aus unseren Wohnzimmern wegzudenken. Ableger von ihr zu machen ist ganz einfach. Hast du eine kleine Babypflanze an deiner Pilea entdeckt? Dann hast du einen Ableger! Sie wachsen neben der Mutterpflanze, du kannst sie Ableger also einfach ausgraben und so dicht am Stamm der Mutterpflanze abschneiden wie möglich. Dadurch stellst du sicher, dass das Baby so viele Wurzeln wie möglich bekommt. Topfe das Baby Pflänzchen einfach in einen eigenen Topf mit frischer Erde und gib ihm einen Schluck Wasser. Im Handumdrehen wird deine neue Pflanze selbst kleine Ableger haben.

Banana Ableger

Hast du eine Musa Dwarf Cavendish, auch bekannt als Bananenpflanze, zuhause, die du hegst und pflegst? Falls ja, kann es gut sein, dass deine Pflanze gerade einen Baby Ableger macht. Der Ableger wächst normalerweise am Stamm der Mutterpflanze und macht seine eigenen Wurzeln. Wir verstehen, dass du jetzt ganz aufgeregt wegen dem kleinen Baby Ableger bist, aber trotzdem empfehlen wir, ihn erst von der Mutterpflanze zu entfernen, wenn er etwa 4 bis 5 eigene Blätter hat.

Nimm die Bananenpflanze aus ihrem Topf und grab den Ableger so weit wie möglich aus. Sei ganz vorsichtig, dass du die Wurzeln nicht beschädigst. Nimm ein scharfes, sauberes Masser und schneide den Ableger so nah wie möglich am Stamm der Mutterpflanze ab. Stell sicher, dass du dabei so wenig Wurzeln wie möglich abschneidest. Entferne so viel wie möglich von dem Wurzelballen, sodass du einen Ableger mit freiliegenden Wurzeln hast. Pflanze die Mutterpflanze zurück in ihren Topf und gib ihr frische Erde, dass sie so schön weiterwachsen kann wie bisher.

Du kannst den Ableger in seinen eigenen Topf pflanzen und ihm einen guten Schluck Wasser geben. Wenn du möchtest, kannst du auch ein bisschen Wurzelpulver auf die Wurzeln geben, dann bekommt dein Baby gleich einen Wachstumsschub. Gib der Mutter- und Babypflanze ganz viel Aufmerksamkeit und du wirst sehen: im Handumdrehen hast du zwei wunderschöne Bananenpflanzen in deinem Zuhause.

Sansevieria Stecklinge

Die Sansevieria, oder auch Bogenhanf oder Schwiegermutterzunge, kann auf zwei verschiedene Weisen vermehrt werden. Entweder durch ihre Blätter oder Wurzelballteilung. Wenn du sehr geduldig bist, kannst du die erste Methode versuchen. Dafür schneidest du einfach ein (abgebrochenes) Blatt von deinem Bogenhanf ab und schneidest es in 5-10cm große Stückchen. Pass genau auf was die Ober- und was die Unterseite ist. Drücke die Unterseite der Blattstücke in ein bisschen Wurzelpulver und pflanze sie in einen Topf mit Erde. Diese Methode braucht wirklich viel Geduld: es kann oft ein Jahr lang dauern, bis hier irgendwas passiert.

Nicht so geduldig? Dann kannst du auch den Wurzelballen teilen. Die Sansevieria entwickelt starke Blätter und Wurzeln, die tief in die Erde wachsen. Dabei haben alle Blätter ihre eigenen Wurzeln. Um sie zu Vermehren nimmst du deinen Bogenhanf einfach aus dem Topf und entfernst vorsichtig so viel Erde wie möglich. Jetzt teilst du die Pflanze einfach, indem du die Blätter, die du umtopfen willst mit ihren Wurzeln vorsichtig vom Rest entfernst. Die Wurzeln dieser straken Pflanze sind robust genug, dass du die Stecklinge direkt in einen neuen Topf mit Erde stecken kannst. Gib dem Steckling noch einen Schluck Wasser, und schon ist die Vermehrung abgeschlossen.

Sukkulenten Stecklinge

Die wahrscheinlich am einfachsten zu vermehrende Pflanzenfamilie: Sukkulenten! Um Sukkulenten zu vermehren nimmst du einfach ein Blatt von ihnen. Das Blatt legst du dann auf die Erde und es wird Wurzeln bekommen und schließlich auch eine kleine Babypflanze.

Hast du eine große Sukkulente? Dann kannst du auch einen Ableger von ihr nehmen. Nimm ein scharfes, sauberes Messer und schneide einfach einen Seitentrieb ab. Und schon hast du einen Ableger! Bevor du deinen Ableger einpflanzt solltest du ihn erst eine Weile trocknen lassen. Dadurch hat er Zeit, dass der Schnitt von einer Kruste überzogen wird. Das reduziert das Risiko, dass dein Ableger anfängt zu faulen. Nachdem der Ableger also getrocknet ist, kannst du ihn in einen Topf mit Blumenerde oder Anzuchterde pflanzen. Und nun heißt es warten… auf eine wunderschöne neue Sukkulente.

Cuttings 2.webp

Hi, I'm Emma, your PLNTS.com guide!

Hi, ich bin Emma, ​​dein PLNTS.com guide!

)