Potting soil and substrates

Blumenerde und Substrate

Denkst du bewusst über das Substrat, in dem deine Pflanze wächst, nach? Sehr gut! Das passiert nicht so oft. Natürlich sitzt deine Pflanze, wenn du sie kaufst, normalerweise schon in einem Topf mit Erde und sieht sehr gut aus. Die meisten Leute ändern erstmal so wenig wie möglich bei ihrem neuen grünen Freund. Das ist sehr gut, dann kann sich sie Pflanze erstmal für ein bis zwei Wochen bei dir Zuhause eingewöhnen. Aber nach diesen zwei Wochen, gibt es viele verschiedene Optionen, was das Substrat für deinen neuen Mitbewohner angeht. Und tatsächliche ist das eine sehr wichtige Entscheidung, mit der du das Wachstum deiner Pflanze beeinflussen kannst. Deswegen möchten wir dir hier gerne die verschiedenen Optionen vorstellen.

Die verschiedenen Substrate für deine Zimmerpflanze

Erde

Für viele Pflanzen ist Bio-Erde eine gute Grundlage, um zu wachsen. Die Erde, die du im Gartencenter findest, ist oft schon ein fertiger Mix. Dieser Mix besteht aus verschiedenen Substraten und Subtanzen die der Erde eine gute Struktur geben und auch alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Normalerweise kannst du Torf, Rinde, Kokosfaser, natürliche, biologische Dünger und ähnliche Zutaten in diesem Mix finden.

Perlit

Perlit besteht tatsächlich aus kleinen Glaspartikeln, die sehr leicht und voller Luft sind. Es kommt aus der Umgebung von Vulkanen und dehnt sich massiv aus, wenn es Temperaturen von etwa 900°C ausgesetzt wird. Das passiert, weil die Luftbläschen im Gestein dann entweichen. Perlit sorgt dafür, dass sich die Wurzeln deiner Pflanze besser entwickeln und dadurch kann deine Pflanze noch besser und schöner wachsen. Indem du Perlit in deine Erde mischst, stellst du sicher, dass die Wurzeln immer mit Sauerstoff versorgt werden. Und mal abgesehen davon, dass Perlit schön in deinem Topf aussieht, sorgt es auch dafür, dass das Wasser besser aus deinem Topf abläuft und die Erde weniger lang nass bzw. feucht bleibt. Das schützt deine Pflanze vor „nassen Füßen“ und beugt dadurch auch Wurzelfäule vor. Willst du Ableger von deiner Pflanze machen? Perlit ist eine ideale Basis dafür! Bitte beachte: Wenn du mit Perlit arbeitest wird ganz feiner Staub freigesetzt, der praktisch feiner Glasstaub ist. Deshalb solltest du eine Maske tragen, wenn du mit Perlit arbeitest oder es nur draußen benutzen.

Vermiculit

Vermiculit ist ein Gestein, das sich ausdehnt, wenn es erhitzt wird, und ganz leichte Körner entstehen lässt. Vermiculit kann eigenständig für Ableger verwendet werden oder der Erde beigemischt, genau wie Perlit. Vermiculit ist Perlit sehr ähnlich, nur etwas weniger porös. Die beiden können einfach füreinander ausgetauscht werden.

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Bimsstein

Bimsstein ist, ähnlich wie Perlit, in der Lage überschüssiges Wasser aufzunehmen und die Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu unterstützen. Weil Bimsstein viele Löcher hat, kann er Dünger speichern und ist deshalb sehr gut geeignet um deine Pflanzen zu „füttern“. Während Perlit ein vulkanisches Glas ist, ist Bimsstein ein Vulkangestein. Bimsstein ist auch ein tolles Substrat, in dem deine Ableger wurzeln können.

Baumrinde

Rinde ist ein Multifunktionsmaterial, das nicht nur im Garten hilfreich ist. Deine Zimmerpflanzen sind auch sehr dankbar dafür. Dieses Material hilft die Feuchtigkeit in der Erde zu halten, aber ist besonders hilfreich für eine luftige Struktur der Erde. Rinde wird besonders häufig in Erde für Anthurien und Orchideen (Epiphyten) verwendet. Diese Pflanzen wachsen gerne an anderen Pflanzen und sind deshalb an viel Luft an ihren Wurzeln gewöhnt. Außerdem haben die Wurzeln etwas, woran sie sich „festhalten“ können, wenn du Rinde in deine Erde gibst. Sie bringen auch viel Luft in die Erde und werden im laufe der Zeit von Organismen in der Erde zersetzt, dabei werden Nährstoffe freigesetzt, die dann deiner Pflanze zur Verfügung stehen.

Kokostorf

Kokostorf ist ein Abfallprodukt von Kokosprodukten, bei denen nur die Kokosmilch, das Fruchtfleisch und die harte Schale genutzt wird. Nach einer Entsalzungsbehandlung hat sich herausgestellt, dass sich dieses Produkt, neben anderen Verwendungen, auch gut als Erde (bzw. Substrat) für Pflanzen eignet. Der Kokostorf wird ganz fein gemahlen und eignet sich daher perfekt als Zusatz für unsere Pflanzenerde. Er verbessert die Struktur der Erde, die Sauerstoffzufuhr und die Feuchtigkeitsaufnahme. Das sind 3 sehr große Vorteile für die Erde und deshalb ist Kokostorf ein sehr gutes Substrat.

Kokostorf ist auch gut geeignet, um Samen darin keimen zu lassen und als Anzuchterde. Der Grund dafür ist, dass er hervorragend Wasser speichern kann und deshalb ideale Konditionen für Babypflanzen und Samen herstellt. Wenn du deine Samen, Ableger oder sogar Pflanzen in reinem Kokostorf wachsen lässt, vergiss nicht ihnen genug Dünger zugeben. Kokostorf enthält keine Nährstoffe für deine Pflanze.

Kokosfaser

Die widerstandsfähigen Kokosfasern sorgen für eine optimale Belüftung der Erde. Die Kokosfasern tragen also zu einer lockeren Struktur der Erde bei und nehmen Wasser auf. Sie sind außerdem natürliche Fasern und erhöhen dadurch die organische Masse der Erde. Gute Erde muss in der Lage sein schnell überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen und gleichzeitig etwas Wasser für trockene Perioden zu speichern und trotzdem locker genug sein um Luft an die Wurzeln zu lassen. Kokosfaser kann all das! Daher freuen sich deine Pflanzen sehr, wenn etwas Kokosfaser in die Erde gemischt wird.

Der Name verrät schon alles: Kokosfaser ist ein Produkt aus der Kokosnuss, genau genommen aus der harten Schale. Kokosfaser ist eines der besten Substrate für Pflanzen, aber leider kann sie wegen ihres hohen Salzgehalts nicht direkt verwendet werden (du kannst also nicht selber Kokosnüsse für deine Pflanzen sammeln gehen 😉 ). Kokosfaser hat den Vorteil, dass sie Wasser besser aufnimmt als Erde und außerdem ist sie auch noch umweltfreundlicher. Wir empfehlen, dass du deinem Erd-Mix maximal 1/3 Kokosfaser beifügst. Leider kann man Pflanzen nicht in reiner Kokosfaser wachsen lassen, weil sie keine Nährstoffe enthält, die deine Pflanze braucht, um gut wachsen zu können.

Torfklumpen

Torf ist ein nasses, sauerstoffarmes Pflanzenmaterial mit einer schwammähnlichen Struktur. Torf ist ein wichtiger Bestandteil von Blumenerde. Besonders Torfklumpen eignen sich sehr gut, um sie deiner Erde beizumischen, denn er sorgt für eine lockere Struktur und kann gut Wasser aufnehmen. Er kann auch gut Nährstoffe (Dünger) speichern und sorgt dadurch für eine gute Entwicklung der Wurzeln und eine wunderschöne Pflanze. Tatsächlich freuen sich alle Pflanzen über ein bisschen Torf in ihrer Erde.

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Aktivkohle

Kohle ist ein guter Zusatz. Sie nimmt aktiv überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie an trockenen Tagen wieder ab. Sie funktioniert also wie eine Art Feuchtigkeitsregulator in der Erde. Zusätzlich werden wasserlösliche Nährstoffe (Dünger) an unverbrannten Partikeln gesammelt, diese sind sehr gut für die Pflanzen. Kohle hilft außerdem die Erde schön locker zu halten und erhöht die Durchlässigkeit der Erde. Aktivkohle ist auch perfekt, wenn du deine Pflanze in einen Topf ohne Ablauflöcher pflanzen möchtest. Du kannst einfach eine Schicht Aktivkohle unter deine Erde geben, diese schützt deine Pflanze davor zu viel Wasser abzukriegen. Und als wäre das alles nicht schon genug, nimmt Aktivkohle auch noch Schadstoffe aus der Erde auf und schützt so deine Pflanze und ihre Wurzeln vor Bakterien und Pilzen. Und außerdem wirkt sie abstoßend auf manche Insekten. Sie ist also kurzum ein echter Lebensretter! Aktivkohle ist deshalb auch perfekt, wenn du dein eigenes Terrarium machen willst.

Wasserkörner

Wasserkörner macht es dir sehr viel leichter dich um deine Pflanzen zu kümmern. Wasserkörner sind kleine, leichte Blähtonkugeln, die Feuchtigkeit aufnehmen. Nicht nur aus der Erde, sondern auch von den Wurzeln. Du kannst sie unter oder auf die Erde geben, dadurch wird überschüssiges Wasser gleichmäßig im Topf verteilt. Die perfekte Lösung für Töpfe ohne Ablauflöcher. Zusätzlich lockern die kleinen Kugeln auch die Erde auf und die Wurzeln bekommen mehr Sauerstoff, was deine Pflanze schöner aussehen lässt. Wasserkörner wirkt vielleicht zerbrechlich, aber er kann wieder und wieder verwendet werden. Die Kugeln sind tatsächlich unzerstörbar und deshalb wirklich eine gute Anschaffung. Blähton ist auch sehr beliebt, wenn Pflanzen ohne Erde gehalten werden sollen.

Sphagnum Moos

Sphagnum Moos tragen zu einer guten Struktur der Erde bei. Diese Machopflanze kann bis zu 20-mal ihr eigenes Gewicht in Wasser aufnehmen. Das sorgt dafür, dass die Erde immer schön feucht bleibt, was vor allem bei vielen tropischen Pflanzen sehr wichtig ist. Du kannst zum Beispiel etwa 1/5 Torfmoos in die Erde für deine tropischen Pflanzen mischen, dadurch ist es weniger wahrscheinlich, dass die Erde ganz austrocknet. Je mehr Sphagnum Moos in deiner Erde ist, desto besser und länger bleibt sie feucht. Wir finden Torfmoos auch perfekt für Ableger, leg sie einfach in das Moos und sie werden tolle Wurzeln bilden. Wenn der Ableger Wurzeln hat (8cm oder länger) empfiehlt es sich ihn in Erde umzutopfen. Wenn du ein bisschen Moos übrighast, kannst du kreativ werden! Aus Moos kannst du ganz leicht deine eigenen (Hänge)Körbe oder einen Moosstock machen.

Lebendes Moos

Lebendes Moos ist ein perfektes Substrat für Terrarien, Orchideen und Ableger. Es ist feucht und locker, dadurch wachsen die Wurzeln extra schnell. Wurzeln entwickeln sich besonders gut in feuchtem Moos und deshalb ist Lebendes Moos perfekt für Pflanzen mit wenig Wurzeln und Ableger. Natürlich kannst du lebendes Moos auch für andere kreative Projekte verwenden. Es eignet sich hervorragend für Terrarien oder um deinen eigenen Kokedamaball zu machen. Um seine wunderschöne grüne Farbe zu erhalten empfiehlt es sich nur gefiltertes Wasser zu verwenden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Moos braun wird.

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Stecklingsboden

Mit all deinen wunderschönen Pflanzen verstehen wir nur zu gut, dass du noch mehr PLNTS willst, und deine Sammlung mit süßen, kleinen Babypflanzen erweitern möchtest. Stecklingsboden ist perfekt für die kleinen Ableger. Darin können sie ihre ersten Wurzeln bekommen und schließlich auch genauso schön wie ihre Mutterpflanze werden. Anzuchterde hat eine feine, kompakte und normale Struktur, die eine gleichmäßige Verteilung von Wasser und Nährstoffen sicherstellt und dadurch verhindert, dass deine Babys dehydrieren. Wenn dein Pflänzchen schöne Wurzeln gebildet hat, kannst du es in normale Blumenerde, oder natürlich einen Substratmix, umtopfen.

Vulkastrat

Vulkastrat ist ein Substrat, das oft von Profis benutzt wird. Es ist ein Gesteinsgemisch aus Lava und Bims. Und es kann Feuchtigkeit aufnehmen, viiiiiiel Feuchtigkeit. Es kann Wasser, das bis zu 30cm hoch über ihm ist, aufnehmen, dadurch bleibt so gut wie kein Wasser am Boden des Topfs zurück, was Wurzelfäule vorgebeugt. Das Wasser wird nach und nach durch das Vulkastrat an die Pflanze abgegeben. Die raue Struktur stellt sicher, dass genug Sauerstoff an die Wurzeln gelangt, was den Wurzeln hilft zu wachsen. Vulkastrat ist eine Mischung aus verschiedenen Vulkangesteinen und wird als Substrat für erd-lose Pflanzenhaltung benutzt. Allerdings enthält der Gesteinsmix keine Nährstoffe, deshalb solltest du deinen Pflänzchen ein bisschen Dünger geben.

Pon (Vulkaponic/ Lechuza Pon)

Pon ist im Prinzip Vulkastrat in klein und mit Dünger. Pon ist ein Markenname und ist bekannter als Vulkastrat, weil Lechuza sehr gutes Marketing betreibt. Der einzige unterschied zwischen Vulkaponic und Vulkastrat ist, dass Vulkaponik mehr Zeolith enthält und dadurch noch mehr Wasser aufnehmen kann und bessere Luftporen hat. Lechuza Pon enthält außerdem Dünger und damit Nährstoffe für deine Pflanze, das heißt du musst die ersten Monate nicht düngen und kannst direkt loslegen.

Welches Substrat für was?

Wir verstehen, dass du bestimmt noch Fragen hast, nachdem wir alle Substrate einzeln erklärt haben. Was genau ist jetzt gut für was? Wir helfen dir natürlich! Unten findest du, was unserer Meinung nach, das beste Substrat für was ist. Zum Beispiel was das beste für eine lockere Struktur, der perfekte Feuchtigkeitsregulator und was Schadstoffe aufnimmt. Anmerkung: Das ist unsere Meinung. Du hast vielleicht andere Präferenzen oder Erfahrungen mit den Substraten.

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Was ist der beste Substrat-Mix für deine Pflanze?

Die speziellen Bedürfnisse deiner Pflanze bestimmen auch welcher Substrat-Mix am besten für deine Pflanze ist. Die Struktur und Nähstoffe die das Substrat enthält sind sehr wichtig. Um starke, gesunde Pflanzen zu haben, muss das Substrat ihre Bedürfnisse erfüllen. Deine Pflanzen brauchen neben einer guten Substratstruktur auch bestimmte Nährstoffe und Kalk, um gut wachsen zu können. Wir hoffen die folgenden Infos helfen dir dabei, das perfekte Substrat für deine Pflanzen zusammenzustellen.

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