Kakteen richtig pflegen

Kakteen

Der Kaktus gehört zur Familie der Cactaceae. Zu dieser Familie gehören viele Blütenpflanzen mit sukkulenten Stämmen (Stämme die viel Wasser speichern können). Kakteen haben außerdem eine Struktur die Areole genannt wird und sie von anderen Pflanzen unterscheidet. Aus den Areolen wachsen die Blüten, neue Zweige und die Stacheln.

Kakteen können viele verschiedene Arten von Stacheln haben. Manche sind weich und federartig, sie schützen die Pflanze vor intensivem Sonnenlicht, während andere Stacheln hart und spitz sind und den Kaktus so schützen. In trockenen Gegenden sind Kakteen oft die einzige Wasserquelle und ihre Stacheln schützen sie vor Tieren. Um Wasserverlust vorzubeugen sind die Pflanzen mit einer Wachsschicht überzogen. Außerdem beugen sie Wasserverlust auch noch vor, in dem sie ihre Stomata, die Spaltöffnungen der Blätter, während der Nacht, anstatt wie die meisten anderen Pflanzen während des Tages, öffnen. Die Stomata sind mikroskopisch kleine Poren durch die Karbondioxid für die Photosynthese in die Pflanzenzellen eindringen kann. Fast alle Kaktusarten stammen ursprünglich aus Amerika und haben sich über Kanada nach Chile ausgebreitet. Heutzutage gibt es sie in vielen Teilen der Erde, besonders verbreitet sind sie in Australien, Südafrika und den Mediterranen Ländern.

Kakteen werden oft als Wüstenpflanzen bezeichnet, aber tatsächlich gib es sie in verschiedenen Lebensräumen. Kakteen wachsen sehr langsam und können sehr alt werden. Der Saguaro Kaktus zum Beispiel kann bis zu 175 Jahre alt werden. Die meisten Leute können anfangs gar nicht glauben, dass Kakteen blühen können. Manche Kakteen machen sogar Früchte, die man teilweise sogar essen kann. Sie können jedes Jahr blühen, aber als Antwort auf starke Regenfälle bleibt die Blüte meist aus. Die Blüten unterscheiden sich in ihrer Gestalt und ihrem Geruch um verschiedene Bestäuber, wie Insekten oder Fledermäuse, anzulocken.

Fun fact: Das Wurzelsystem der meisten Kakteen befindet sich direkt unter der Erdoberfläche, sodass sie so viel Regenwasser wie möglich aufnehmen können. Manche Kaktusarten sind so gut darin Wasser zu speichern, dass sie mehrere Jahre in Dürre leben können.

Kaktus Pflege

Die Pflege von Kakteen ist super einfach. Obwohl sie sich mit fast allem abfinden, möchten wir dir ein paar Tipps geben, dass deine Pflanze wachsen und gedeihen kann.

Standort und Licht für den Kaktus

Gib deinem Kaktus genügend Licht, aber nicht zu viel. Der Standort muss genau richtig sein für deine stachelige Pflanze. Kakteen genießen die Aufmerksamkeit, die sie von der Sonne bekommen können, und gedeihen in direktem Licht. Stelle ihn in die wärmste und sonnigste Ecke deiner Wohnung. Wenn du eine sonnige Terrasse oder einen Garten hast, kannst du ihn auch gut nach draußen stellen. Bring ihn aber wieder ins Haus, wenn die Temperaturen sinken.

Kakteen sollten täglich bis zu acht Stunden Sonnenlicht bekommen, aber man muss auch darauf achten, dass sie nicht zu viel Sonne abbekommen. Auch Kakteen können verbrennen. Obwohl sie die Sonne lieben, können sie sich gelb oder braun verfärben, und wenn das passiert, solltest du den Kaktus an einen kühleren Ort stellen. Wir raten auch, deinen Kaktus von Klimaanlagen oder zugigen Fenstern fernzuhalten, da er ein warmes, trockenes Klima bevorzugt.

Achte beim Umtopfen deines Kaktus auf die richtige Erdmischung. Kakteen bevorzugen Erde mit einem höheren Anteil an Sand oder ähnlichem, damit das Wasser abfließen kann, die Pflanze zwischen den Wassergaben trocken bleibt und Wurzelfäule verhindert wird. Unsere Sukkulenten-Erdmischung ist zum Beispiel perfekt!

Gießen

Kakteen sind dafür bekannt, dass sie ohne viel Gießen auskommen. Das heißt aber nicht, dass sie überhaupt kein Wasser brauchen. Kontrolliere die Erde alle paar Wochen. Wenn die ersten 2 bis 3 Zentimeter der Erde trocken sind, ist es an der Zeit, der Pflanze Wasser zu geben. In gut durchlässiger Erde muss dein Kaktus in den Sommermonaten nur alle 10 bis 14 Tage gegossen werden. Wenn du Falten an deinem Kaktus siehst, vor allem an der Basis der Pflanze, ist er sehr trocken und sollte gewässert werden. Es mag kontraintuitiv erscheinen, einem Kaktus einen großen Schluck Wasser zu geben, aber du wirst erstaunt sein, wie dein Kaktus das Wasser aufnimmt und wieder voll wird. Im Winter musst du deinen Kaktus nur etwa alle zwei Monate gießen. Normalerweise gehen sie im Winter in eine Ruhephase und wachsen nicht oder nur sehr wenig.

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Dünger

Wie bei der Erde ist es wichtig, speziell für Kakteen hergestellte Düngemittel zu verwenden, damit sie nicht über- oder unterversorgt sondern optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Du kannst auch Dünger verwenden, der für Sukkulenten geeignet sind. Wir empfehlen, einmal im Frühjahr und einmal im Sommer zu düngen. Kakteen sind keine Starkzehrer, daher ist es nicht notwendig, öfter zu düngen.

Kakteen vermehren

Die Vermehrung durch Stammstecklinge ist wahrscheinlich die häufigste und einfachste Methode. Viele Kakteen lassen sich erfolgreich durch Stammstecklinge vermehren. Die Stecklinge werden von einer bestehenden Pflanze entnommen und anschließend getrocknet. Die Stecklinge schlagen schließlich an dem abgeschnittenen Ende Wurzeln und beginnen als neue Pflanze zu wachsen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, Seitentriebe oder Ableger zu ziehen und diese von der "Mutterpflanze" zu entfernen. Nicht alle Kakteen bilden Ableger, aber wenn sie es tun, ist es ratsam, es auf diese Weise zu versuchen. Die Ableger können vorsichtig entfernt und in geeignete Erde gesetzt werden, um eine neue Pflanze zu bilden. Das Entfernen der Ableger von der Mutterpflanze hilft, die Energie auf das Wachstum der Hauptpflanze umzulenken.

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Schädlinge

Obwohl es sich bei den meisten Problemen mit Kakteen als Zimmerpflanzen um bakterielle Infektionen oder Pilzkrankheiten handelt, die durch Überwässerung verursacht werden, werden sie gelegentlich auch von Schädlingen befallen. Die häufigsten Schädlinge und Krankheiten sind Schildläuse, Wollläuse und Wurzelläsionen. Seltenere Schädlinge sind Spinnmilben und Schildläuse. Die Bekämpfung dieser Schädlinge ist schwierig, weil sie klein sind und sich an schwer einsehbaren Stellen verstecken, weil sie sich mit einer watteartigen oder harten Schicht bedecken oder weil sie eine Resistenz gegen Insektizide entwickelt haben. Auf unsere PLNTSdoctor Seite findest du Infos zu Schädlingen und Krankheiten deiner Pflanze und wie du sie wieder loswirst.

Ist der Kolbenfaden giftig?

Die meisten Kaktusarten sind ungiftig für Mensch und Tier. Um sicher zu sein, solltest du die genaue Art deines Kaktus herausfinden und schauen ob diese auch wirklich ungiftig ist, weil es einige Arten gibt die giftig sind.

Natürlich haben die meisten Kaktusarten Stacheln, die sehr spitz sind und an denen man sich leicht wehtun kann. Generell sind die Stacheln aber nicht giftig. Aber so ein Stachel kann unter Umständen doch sehr tief ins Gewebe eindringen. Viele Stacheln haben auch Pilze oder Bakterien auf ihrer Oberfläche und können dadurch Infektionen verursachen. Sei also vorsichtig!

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